Der Seebär mit den versteckten Schätzen
Geboren oder ausgesetzt (man weiß es nicht ganz genau) im Jahre 1977 zu Coburg, weit entfernt von den großen Ozeanen, zeigte sich schon früh: Der junge „Schillerlocke“ war keine gewöhnliche Landratte. Während andere Knaben auf staubigen Wegen spielten, zog es ihn magisch ans Wasser. Seine ersten Piratenfahrten bestritt er auf der wilden Itz und in den dampfenden Gewässern der Obermaintherme zu Bad Staffelstein.
Dort lernte er früh, dass ein echter Freibeuter niemals trockene Füße behalten darf.
Bereits als kleiner Schiffsjunge machte Schillerlocke die Inseln Spiekeroog, Juist und Fehmarn unsicher. Man munkelt, er habe dort schon damals geheime Schatzkarten gezeichnet, die bis heute niemand vollständig entschlüsseln konnte. Besonders die raue See und die endlosen Strände weckten seinen Hunger nach Abenteuern und verborgenen Kostbarkeiten.
Später zog es ihn nach St.-Peter-Ording, wo er Bernstein-Schätze aus Watt und Prielen barg. Mit scharfem Blick und der Geduld eines alten Seebären fand er dort manches goldene Stück Nordseezauber, das anderen Schatzsuchern verborgen blieb.
Viele vermuten sogar das legendäre Bernsteinzimmer in seinem Piratenversteck. 🏴☠️
Dank elfjähriger Freibeuter Ausbildung beim Windsbacher Piratenchor ist Schillerlocke zudem keine Seeräuber-Hymne fremd.
Solltest Du in einer dunklen Winternacht in den endlosen Weiten des Watts ein heißeres Piraten-Shanty vernehmen, dann ist es bestimmt Kapitän Schillerlocke, mit seiner UV-Lampe, auf der endlosen Suche nach dem schönsten und größten Bernstein der Nordsee!
Im Jahre 2000 verlegte Schillerlocke schließlich seinen Heimathafen nach Burg auf Fehmarn um dort versteinerte Seeigel, Klappersteine und Donnerkeile zu jagen.
Von dort aus startete er zahllose Beutefahrten entlang der Küsten und über die Meere. Besonders häufig führten ihn seine Expeditionen nach Rügen, wo er Ostseejade und geheimnisvolle Pyritknollen an der schroffen Kreideküste bei Sassnitz barg. Kein Sturm war ihm zu wild, keine Brandung zu hoch.
Doch damit nicht genug: Die Abenteuerlust trieb ihn weit hinaus in die Weltmeere. So sammelte Schillerlocke Piratenerfahrung im Roten Meer, dem Mittelmeer und sogar im chinesischen Meer. Seine Reisen führten ihn rund um Borneo, Japan, Taiwan, Thailand, Vietnam, Brasilien, die Kanaren und Malta.
Kaum ein Hafen, in dem nicht schon einmal seine Stiefel über die Planken donnerten oder seine Piratenmütze im Wind flatterte.
Auch auf vielen Schiffen der AIDA-Flotte heuerte der erfahrene Seemann an und sammelte dort weitere Kenntnisse über Wind, Wellen und die Kunst des gepflegten Entermanövers.
Dort soll er unzählige Buffet-Restaurants geplündert und leer geräumt haben und manche behaupten sogar, er kenne mehr Deckspläne als so mancher Admiral. 🤷🏼♂️
Heute macht Kapitän Schillerlocke mit seinem legendären Piraten-Schlauchboot den Main zwischen Würzburg und Kitzingen unsicher.
Wo andere nur Wasser sehen, erspäht er verborgene Hinweise auf längst vergessene Schätze und die mysteriösen „Main-Achate“.
Über fast ein halbes Jahrhundert häufte der alte Freibeuter unermessliche Reichtümer an — darunter Edelstein-Eier, versteinertes Holz und zahlreiche geheimnisvolle Fundstücke aus aller Herren Länder.
Einen Teil seiner Beute soll er vor gierigen Schatzjägern tief in seinem Schrebergarten vergraben haben. Bis heute weiß niemand genau, wo…
Mit seiner Erfahrung, seinem Spürsinn und einer guten Portion Seemannsgarn unterstützt Schillerlocke heute den „Steineritter“ und dessen Crew bei ihren geheimen Missionen und Schatzverstecken.
Lebensmotto des Kapitäns Schillerlocke:
Auf Matrosen, ohe!
Einmal muss es vorbei sein
Einmal holt uns die See
Und das Meer gibt keinen von uns zurück
Seemanns Braut ist die See
Und nur ihr kann er treu sein
Wenn der Sturmwind sein Lied singt
Dann winkt mir der großen Freiheit GlückLa Paloma – Sebastián Iradier
